Sterben wir früher und dann auch noch besonders grausam, durch unsere Haustiere? Wir gehen den Sachen in unserer Serie „Wissenschaft nonsense“ auf den Grund. Streng wissenschaftlich natürlich.

Ein Herz und eine Seele – bis in den Tod

„Katzen sind kleine aggressive Raubtiere. Nur ihre geringe Größe hindert sie daran, ihre kompletten Raubtier-Qualitäten auszuleben“, so der amerikanische Tierpsychologe Max Wachtel in einem Radio-Interview. Haustierbesitzer berichten immer wieder über Situationen zwischen Leben und Tod, die durch ihre Zöglinge ausgelöst wurden. Dabei geben wir ihnen ein Heim und pflegen sie. Da stellt sich die berechtigte Frage, ob wir am Ende nur so lange „akzeptiert“ werden, wie wir ihnen auch nutzen. Aber schauen wir uns zunächst die Statistik an. Haustiere sind hierzulande, aber auch in den USA, sehr beliebt. Laut der American Pet Products Association besitzen 68% der Haushalte ein Tier. Am beliebtesten sind Hunde und Katzen, wie folgende Aufstellung zeigt.

Number of U.S. Households that Own a Pet (millions):

Bird                        7.9
Cat                        47.1
Dog                       60.2
Horse                    2.6
Freshwater Fish   12.5
Saltwater Fish       2.5
Reptile                  4.7
Small Animal        6.7

Quelle: http://www.americanpetproducts.org/press_industrytrends.asp

Experten betonen immer wieder, dass Fellnasen & Co. förderlich für die Gesundheit sind. Regelmäßige Spaziergänge halten das Herz-Kreislaufsystem in Schwung und die Psyche profitiert von den Schmusezeiten. Umso erschreckender ist die Vorstellung, dass unsere Gefährten am Ende für unseren Tod verantwortlich sein könnten. Doch genau diesen Umstand, lässt folgende Grafik vermuten.

Quelle: http://tylervigen.com/spurious-correlations

Hierbei wird deutlich, dass es einen nicht unerheblichen Zusammenhang zwischen zwei augenscheinlich unverknüpfbaren Ereignissen gibt: die Ausgaben für Haustiere (impliziert Haustierbesitzer) in den USA und Menschen, die aus dem Bett fallen und daraufhin sterben. Wir halten die Korrelation von 94 % für sehr aussagekräftig und Haustiere hinsichtlich dieser ungewöhnlichen Todesart für keineswegs unschuldig. Derzeit existieren jedoch keine wissenschaftlichen Quellen, die beweisen, dass die Übeltäter mit voller Absicht das verfrühte Sterben von Herrchen und Frauchen verschulden. Die vermeintliche „Todesfalle“ ist besonders in den Morgenstunden vom tierischen Nachwuchs regelrecht präpariert.

Unerwartete Todesursache kommt überraschend

Haustierbesitzer kennen die Umstände, unter denen sie jeden Tag geweckt werden. Tiere sind in der Regel unfähig sich selbst zu verpflegen und wenden sich deshalb an ihre Besitzer. Nicht immer verläuft das Aufwecken so harmonisch wie gewünscht. Wenn der Dobermann auf dem Bett steht und durch das Gesicht leckt und die Katze mit ausgefahrenen Krallen auf dem Brustkorb tänzelt, können wahre Schockmomente entstehen, die zu ruckartigen Bewegungen führen. Nicht aufgepasst kann daraus bitterer Ernst werden.

Alleine im Jahr 2010 fanden 1041 Amerikaner den Tod im Bett, zum Beispiel durch ungeplante Abstürze über die Bettkante. Die Anzahl der Todesopfer, die ums Leben gekommen sind, weil ihr Schlafanzug im Bett Feuer gefangen hat, sind an dieser Stelle ausgenommen. Fakt ist, durch das Anstoßen des Kopfes können schwere Schädel-Hirn-Traumata entstehen, die zum Tod führen. Deshalb raten wir Haustierbesitzern ihr Schlafgemach präventiv bestmöglich zu polstern und Stolperfallen für Hunde und Katzen rund um das Bett anzubringen. Wird das Haustier ganz konkret verdächtigt, weil es auffällige Verhaltensweisen zeigt, sollte die Tür nachts abgeschlossen werden.

Hellhörig sollten Tierbesitzer werden, wenn die Fellnasen ihre Technik perfektionieren, um eines Tages den formvollendeten Anschlag verüben zu können. Bei Katzen ist insbesondere zu kontrollieren, ob die Tür wirklich abgeschlossen ist. In mehreren Evolutionsstufen haben sie das Wissen und die Fertigkeit erlangt, Türklinken zu betätigen.

Nur durch ein beherztes Eingreifen von Herrchen und Frauchen können die Attentäter entlarvt und Todesopfer vermieden werden.

Will dich dein Haustier wissentlich, aber unauffällig umbringen? Mach den Test:

  1. Beobachtet dich dein Tier, wenn du schläfst?
  2. Scheint es deine Morgenroutine regelrecht zu studieren?
  3. Testet es an, welche Methode die größte Reaktion bei dir hervorruft?
  4. Greift es nicht ein, auch wenn du im Begriff bist, dich zu verletzen?

Kannst du mehr als zwei Fragen mit heftigem Nicken bejahen? Dann solltest du künftig die Partnerschaft zu deinem Tier wesentlich hinterfragen.

 

++++++Mach deine Familie und Freunde auf diesen Artikel aufmerksam, um sie zu rechtzeitig zu warnen++++++

 

 


Autorin: Jennifer Ann Steinort
"Die Wissenschaft schafft Wissen" oder so ähnlich. Und wir würzen nochmal mit einer ordentlichen Prise Humor nach.

 

 

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