Wie viele Studien gibt es wohl da draußen? Wir wissen es nicht. Aber es ist gar nicht so einfach, etwas zu finden, was noch nicht wissenschaftlich untersucht wurde. Da muss man bei der Auswahl der wissenschaftlich zu untersuchenden These schon erfinderisch sein. So wie unsere Studienbeispiele, die an Kuriosität kaum zu übertreffen sind.

1. Welche Kraft müssen Pinguine aufbringen, um ihr großes Geschäft zu erledigen?

Ja, dabei handelt es sich tatsächlich um eine wissenschaftliche Studie. Einige Pinguinarten verlassen ihr Nest während der Brutzeit nicht. Damit sie ihr Nest nicht beschmutzen und es auch nicht verlassen müssen, schießen sie ihre Fäkalien regelrecht von sich. Die Studie, die unter anderem auch auf die Farbe des Stuhlgangs einging, ermittelte, dass ein Druck von 60kPa notwendig sein muss, um das Geschoss auf den Weg zu bringen. Hier geht es direkt zur Studie.

2. Mücken lieben bestimmten Käse

Forscher widmeten ihre Studie 1996 den Käsevorlieben von Mücken. Demnach bevorzugen sie Limburger Käse. Ergebnis war, dass sie Körperregionen, die nach Käse riechen, besonders attraktiv finden. Das ausgeatmete Kohlendioxid der Blutwirte stellte ebenfalls eine Schlüsselkomponente dar, so die Studie. Die absurde Untersuchung kann man hier nachlesen.

3. Warum befinden sich in manchen Bauchnabeln so viele Flusen?

Das war die Ausgangsfrage, die die Wissenschaftler beschäftigte. Eine befriedigende Antwort konnten sie darauf jedoch nicht finden. Eine Hypothese besagt, dass abdominales Haar in erster Linie für die Ansammlung von sogenannten Nabelfuseln verantwortlich ist. Demnach unterliegen besonders oft Männer dem Phänomen. Laut den Wissenschaftlern sammelt das Bauchhaar Fasern aus Baumwollhemden und leitet sie weiter in den Nabel. Dort verdichtet sich die Masse zu einer filzartigen Substanz. Die Forscher fanden heraus, dass die durchschnittliche Masse in dieser dreijährigen Studie 1,82 mg umfasste. Abhilfe schaffte eine Rasur des Bauchhaares. Hier nachzulesen.

4. Eignen sich Menschen zur Verkostung von Katzenfutter?

Im Jahr 2009 erschufen Wissenschaftler eine Methodik, die auf deskriptiven Analysetechniken basierte. Diese Analysetechniken wurden bereits bei der Bewertung von menschlichen Lebensmitteln verwendet. Im Rahmen der Studie wurden sie so weit verfeinert, damit es einer Reihe von Menschen ermöglicht werden konnte, den Geschmack und die Textur einer Reihe von Katzenfutterprodukten und ihrer Bestandteile geschmacklich zu testen. Mehr dazu gibt’s hier.

5. Wie gefährlich ist Schwertschlucken wirklich?

Es sieht ungesund aus, aber ist es das auch? Mit dieser Frage beschäftigten sich tatsächlich Wissenschaftler. An der Studie nahmen insgesamt 110 Schwertschlucker aus 16 Ländern teil. Ergebnis: Es ist wahrscheinlicher, größere Komplikationen zu erleiden, wenn der Schlucker abgelenkt ist oder mehrere oder ungewöhnliche Schwerter verschluckt. Das Risiko ist ebenfalls erhöht, wenn bereits eine vorhergehende Verletzung vorliegt. Perforationen sind hauptsächlich an der Speiseröhre zu finden, haben aber in der Regel eine gute Prognose. Häufig leiden die Schwertschlucker unter Halsschmerzen, manchmal treten auch gastrointestinale Blutungen auf. Gut zu wissen und nachzulesen hier.

6. Warum brechen Spaghetti nicht in zwei Hälften, wenn man sie biegt?

Das hat den Forschern anscheinend schlaflose Nächte bereitet und so machten sie einfach eine Studie daraus. Fazit:

„Wir fanden heraus, dass die plötzliche Relaxation der Krümmung an diesem Ende zu einem Ausbruch von Biegewellen führt, deren Dynamik durch eine selbstähnliche Lösung ohne einstellbare Parameter beschrieben wird.“


Alles klar? Wenn nicht, hier nachzulesen.
 

 


Autorin: Jennifer Ann Steinort
"Die Wissenschaft schafft Wissen" oder so ähnlich. Und wir würzen nochmal mit einer ordentlichen Prise Humor nach.

 

 

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